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25 Jahre Berufsfachschule im Haus St. Marien TGE-gTrägergesellschaft mbH

25 Jahre Berufsfachschule im Haus St. Marien

Neumarkt. Mit einem „Tag der offenen Schule“ feierte das Haus St. Marien am Samstag, 18. März 2017, das 25-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Sozialpflege. Mit kreativen Beiträgen von Schülern, Musikdarbietungen, Grußworten, Aktivitäten im Haus, sowie kulinarischen Köstlichkeiten hatte das Jubiläum einen gebührenden Rahmen.

Beim Festakt in der Turnhalle dankte der Geschäftsführer des Hauses St. Marien, Thomas Mirwald, der Kongregation, der Schulleitung sowie den Schülern für ihr Engagement im Feld der Sozialpflege. „Wir wissen alle wie viel Kraft diese Arbeit kostet, aber auch, wie viel Erfüllung sie bringt.“

Schulleiterin Maria Losch hob hervor, dass jungen Menschen über die Ausbildung in der Sozialpflege ein Berufsweg in die Pflege ermöglicht werde. Genau dies war mit der Schulgründung durch die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) 1992 verbunden: Jungen Menschen auch ohne mittleren Schulabschluss einen Weg in die Pflegeberufe zu ermöglichen. Bislang haben seit Gründung 1123 Schüler die Berufsfachschule für Sozialpflege abgeschlossen – darunter 998 Frauen und 134 Männer.

Dr. Rainer Beyer, Hauptgeschäftsführer der TGE - Trägergesellschaft für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern), sprach über die besondere Bedeutung der Bildungseinrichtungen im Einrichtungsverbund: „Im Bereich der Bildung haben wir die Chance, jungen Menschen neben fachlichen Kompetenzen noch mehr mit zu geben: Werte, Herzensbildung und Respekt gegenüber Mitmenschen.“ Auch Dr. Beyer betonte die Bedeutung der Möglichkeit, dass Schüler mit der zweijährigen Ausbildung in der Sozialpflege einen qualifizierten Schulabschluss nachholen könnten. „Das ist ein super Angebot für die jungen Menschen und bietet ihnen Gewähr für die Teilhabe an der Gesellschaft“, so Dr. Beyer. Danach stünden den jungen Leuten viele Türen offen auch noch eine dreijährige Ausbildung dranzuhängen. „Wir müssen als Fachschulen im Wettbewerb mit anderen Ausbildungsberufen noch viel kreativer unsere Vorzüge nach außen darstellen“, betonte Beyer.

Staatssekretär Albert Füracker zeigte sich froh und dankbar, dass viele junge Menschen das Berufsfeld Sozialpflege ergreifen und, dass die Schule heute in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt wurde.

Der Neumarkter Bürgermeister Thomas Thumann sprach den demographischen Wandel an. „Sie bieten im Haus St. Marien dafür ein ganz breites Spektrum an. Bleiben Sie am Ball. Wir brauchen Sie alle“, betonte Thumann, der auch das Thema Pflegeroboter streifte. „Der Kontakt zum Menschen in der Pflege wird hoffentlich nie auf Null gefahren werden können.“

Der Landrat des Landkreises Neumarkt Willibald Gailler betonte, dass im Haus St. Marien auch die christlichen Werte im Mittelpunkt stünden, nur so könnte Bildung gelingen. „Wir geben gerne Zuschüsse, das ist gut angelegtes Geld, das der Gesellschaft zu Gute kommt. Wir brauchen die jungen Menschen in den Pflegeberufen, damit unsere Gesellschaft menschlich bleibt“, betonte Landrat Gailler.

Musikstücke wurden von Evelin Langer-Schmidt, Andreas Stöppel und der ehemaligen Schülerin Stephanie Jung präsentiert. Einen „Tanz der Farben“ führten Schülerinnen der Klasse 11 KA unter der Leitung von Evi Langer Schmidt auf. Für heitere Momente aber auch viel Nachdenken sorgte ein Sketch der Klasse 10 und 11 der Sozialpflege mit dem Titel „Der Ideale Pflegeroboter“. Darin stellten die Schüler klar, dass ein Pflegeroboter wohl niemals die hohe Komplexität in der Pflege beherrschen könnte – vom menschlichen Einfühlungsvermögen in dem Bereich ganz zu schweigen. Einen „Baum mit Früchten“ präsentierten Schülerinnen unter der Leitung von Maresa Kreitmeir-Leitmann im Foyer. Für eine kreative Dekoration im Eingangsbereich sorgten Christine Hauer und Michaela Pichler aus der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung – die beiden Schülerinnen bastelten 74 farbenfrohe Papier-Schmetterlinge an eine Säule und platzierten in die Mitte einen großen Schmetterling aus Blüten einer Gärtnerei aus dem Landkreis Neumarkt. Auch die Sonderausstellung „Wenn der Himmel sich öffnet“ konnte betrachtet werden. Darin erzählen Bewohnerinnen und Bewohner von Senioreneinrichtungen wie sie Gottes Nähe erlebt haben und wie das ihre Sicht auf das Leben beeinflusst hat.

Kreative Workshops, Ausstellungen und Mitmach-Aktionen im gesamten Schulhaus St. Marien sorgten bei den Besuchern für einen kurzweiligen Nachmittag und trugen zu einer runden Jubiläumsveranstaltung bei.
Der Demografische Wandel, die Zunahme an Pflegebedürftigen und der künftige erhöhte Bedarf an Pflegekräften ist seit vielen Jahren ein heiß diskutiertes Thema. Bayern schuf bereits im Jahr 1991 eine neue Ausbildungsmöglichkeit für junge Menschen, die zweijährige Ausbildung an der Berufsfachschule für Sozialpflege mit dem Abschluss zum staatlich geprüften Sozialbetreuer und Pflegefachhelfer.

Wenig später wurde im Haus St. Marien die Berufsfachschule für Sozialpflege neben den damals bereits bestehenden Berufsfachschulen für Ernährung und Versorgung (früher Hauswirtschaft) und für Kinderpflege gegründet. Später kam noch die Berufsfachschule für Altenpflege hinzu.
Die theoretische und fachpraktische Ausbildung findet in der Schule statt, das erworbene Wissen kann an einem Tag pro Woche im Praktikum eingeübt werden. Die Praktika ermöglichen jungen Menschen zudem Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche.

Text: Sebastian Müller / Maresa Kreitmeir-Leitmann
Fotos: Sebastian Müller

Kontakt:
Berufliche Schulen Haus St. Marien, Badstraße 88, 92318 Neumarkt, Telefon 09181 / 473-0, Internet: www.stmarien.com

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